Brauchtum MünchenLebendige Tradition
Menschen

Die Akteure

Ein Brauch überlebt nicht durch Behörden. Er überlebt durch Leute, die ihn jedes Jahr aufs Neue machen.

Hinter jeder Tradition steht unbezahlte Arbeit. Wer das Brauchtum verstehen will, schaut nicht nur auf die Feste, sondern auf die, die proben, organisieren, schmücken und weitergeben.

Die Vereine

Das Rückgrat sind die Trachten- und Gebirgsschützenvereine, organisiert in Gauverbänden. Sie pflegen die Vereinstracht, halten Tänze und Bräuche in Übung und sorgen dafür, dass Wissen von einer Generation zur nächsten wandert. Ohne dieses Ehrenamt gäbe es die meisten Bräuche längst nicht mehr.

Andere Vereine sind an einen Ort gebunden statt an eine Tracht. Der Verein am Chinesischen Turm etwa pflegt die Biergarten- und Stammtischkultur rund um das Wahrzeichen im Englischen Garten, dort, wo auch der Kocherlball stattfindet.

Handwerker und Händler

Manche Bräuche sind an einen Berufsstand gebunden. Die Schäffler, die Fassmacher, tanzen alle sieben Jahre durch die Stadt. Die Marktfrauen am Viktualienmarkt tragen ihren eigenen Faschingstanz. Und die Brauereien, allen voran das Erbe der Paulanermönche am Nockherberg, halten die Bierkultur als Brauch und Geschäft zugleich.

Die Vermittler

Damit ein Tanz funktioniert, braucht es jemanden, der ihn ansagt. Tanzmeister und Vortänzer erklären die Figuren, Kapellen liefern den Takt. Sie sind die Lehrer des Brauchtums, oft im Hintergrund und doch unverzichtbar.

Brauch

Der Schäfflertanz

Der Zunfttanz der Fassmacher, getragen von einem einzigen Handwerk.

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Brauch

Tracht und Trachtenvereine

Die Vereine als Hüter der Tracht und ihrer Regeln.

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Klang

Musik und Tanz

Tanzmeister, Vortänzer und Kapellen im Zusammenspiel.

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Quellen und Einordnung

  1. Angaben zu Vereinsstrukturen nach den Dachverbänden des bayerischen Trachtenwesens.
  2. Zu Schäfflern, Marktfrauen und Brauereitradition siehe die jeweiligen Brauchseiten dieses Archivs.

Stand Mai 2026. Vereins- und Organisationsangaben ohne Gewähr.