Der Kocherlball
Einmal im Jahr tanzt München vor Sonnenaufgang unter dem Chinesischen Turm. Hinter dem Idyll steht eine Geschichte über Klasse und Obrigkeit.
Acht lebendige Traditionen aus München und Oberbayern. Jede mit Geschichte, Termin und ehrlicher Einordnung.
Einmal im Jahr tanzt München vor Sonnenaufgang unter dem Chinesischen Turm. Hinter dem Idyll steht eine Geschichte über Klasse und Obrigkeit.
Der Maibaum ist Schmuck und Pfand zugleich. Wer ihn vor dem Aufstellen stiehlt, zwingt das Dorf an den Verhandlungstisch.
Nur alle sieben Jahre tanzen die Fassmacher durch München. 2026 war Schäfflerjahr, der nächste reguläre Termin ist 2033.
Zweimal im Jahr werden in Oberbayern die Pferde gesegnet. Im Herbst zu Leonhard, im Frühjahr zu Georg. Bad Tölz ist das größte Beispiel.
Dreimal im Jahr wird der Mariahilfplatz zur Freiluft-Flaniermeile. Europas größter Geschirrmarkt mit einer Geschichte bis ins Jahr 1310.
Münchens fünfte Jahreszeit. Was als Fastentrick der Paulanermönche begann, gipfelt heute im Politiker-Derblecken am Nockherberg.
Tracht ist in München keine Verkleidung, sondern eine Sprache. Wer sie lesen kann, erkennt Stand, Herkunft und Beziehungsstatus.
Der Viktualienmarkt ist kein Museum, sondern lebendiges Brauchtum: Maibaum, Standkonzerte und der Tanz der Marktfrauen am Faschingsdienstag.