Schäfflertanz 2026
Der Zunfttanz der Fassmacher, alle sieben Jahre auf Münchens Plätzen. 2026 war Schäfflerjahr, der nächste reguläre Termin ist 2033.
Wann München tanzt, betet, derbleckt und stehlt. Alle Termine des Brauchjahres auf einen Blick.
Brauchtum braucht den Kalender. Die meisten Münchner Bräuche sind nicht beliebig, sondern an feste Termine gebunden: an einen Heiligentag, einen Wochentag in der Fastenzeit, an den dritten Sonntag im Juli. Wer das Jahr kennt, kennt die Stadt. Hier sind die Termine 2026 in der Reihenfolge, in der sie tatsächlich kommen.
Der Zunfttanz der Fassmacher, alle sieben Jahre auf Münchens Plätzen. 2026 war Schäfflerjahr, der nächste reguläre Termin ist 2033.
Faschingsdienstag. Die Standlfrauen tanzen am Viktualienmarkt, bevor um zwölf Uhr der Fasching endet.
Münchens fünfte Jahreszeit. Salvatorprobe mit Fastenpredigt und Politiker-Derblecken um den Josefitag am 19. März.
Ostermontag. Pferdesegnungen in Oberbayern, bekannt etwa in Traunstein mit Schwerttanz.
Die erste der drei Auer Dulten am Mariahilfplatz. Neun Tage Markt, Standl und Russenrad.
In Dörfern und Stadtvierteln. Im Idealfall mit Schwalben statt Kran, denn das Aufstellen ist Teil des Brauchs.
Der dritte Sonntag im Juli. Tanz im Morgengrauen am Chinesischen Turm, 6 bis 10 Uhr, Eintritt frei.
Die mittlere der drei Dulten, die älteste der Reihe und namensgebend (1310 erstmals erwähnt).
Die letzte Dult des Jahres, traditionell mit deutlicher Herbststimmung.
Die größte alpenländische Pferdewallfahrt. Über achtzig geschmückte Vierergespanne, immaterielles Kulturerbe Bayerns.
Ganzjährig: die Marktbräuche am Viktualienmarkt mit Standkonzerten und Maibaum, sowie die Tracht als gelebte Alltagspraxis bei Festen, Hochzeiten und Vereinsauftritten.