- Auslösen
- Das Zurückkaufen eines gestohlenen Maibaums, klassisch mit Bier und Brotzeit, ausgehandelt zwischen den beteiligten Orten.
- Bavaria
- Die monumentale Frauenstatue über der Theresienwiese, vor der das Standkonzert der Wiesnkapellen und das Böllerschießen stattfinden.
- Brotzeit
- Die kalte Zwischenmahlzeit als soziale Form. Im traditionellen Biergarten darf sie mitgebracht werden, dieses Recht ist in der bayerischen Biergartenverordnung gesichert.
- Charivari
- Schmuckkette über Lederhose oder Dirndl, ursprünglich Standes- und Glückszeichen, oft mit Münzen, Zähnen oder Anhängern.
- Derblecken
- Von blecken, die Zähne fletschen. Die spöttische Fastenrede am Nockherberg, in der ein Kabarettist anwesende Politiker aufs Korn nimmt.
- Dult
- Von tult, ursprünglich ein Kirchenfest mit Marktständen rund um eine Kirche, später ein Jahrmarkt. Namensgebend für die Auer Dult.
- Fingerhakeln
- Altbairischer Kraftwettkampf, bei dem zwei Kontrahenten sich über einen Tisch hinweg an einem in den Finger gehakten Lederband zu ziehen versuchen.
- Geldbeutelwaschen
- Das Auswaschen des leeren Geldbeutels im Fischbrunnen am Aschermittwoch, damit er sich im Jahr wieder fülle.
- Goaßlschnalzen
- Das rhythmische Knallen mit der langen Peitsche, der Goaßl, ursprünglich Signal der Fuhrleute, heute Gruppenschaubrauch.
- Kasperl
- Die Spaßmacherfigur im Schäfflertanz, die den Zuschauern als Erinnerung an die Pest und als Glücksbringer die Nasen schwärzt.
- Kocherl
- Historische Sammelbezeichnung für Münchner Dienstboten und Küchenpersonal, namensgebend für den Kocherlball.
- Maß
- Der Liter Bier im Steinkrug oder Glas, Grundeinheit auf Wiesn und Starkbierfest.
- Münchner Kindl
- Das Wappensymbol Münchens als Mönchsfigur, das dem Einzug der Wiesnwirte zu Pferd vorausreitet.
- O'zapft is
- Bairisch für Es ist angezapft. Der Ruf des Oberbürgermeisters nach dem Anstich, der das Oktoberfest offiziell eröffnet.
- Reifenschwinger
- Die Charge im Schäfflertanz, die auf einem Fass stehend einen Reifen mit gefülltem Glas über dem Kopf kreisen lässt, ohne zu verschütten.
- Salvator
- Das Starkbier der Paulaner, vom klösterlichen Sankt-Vater-Bier zu Ehren des Ordensgründers Franz von Paola.
- Schäffler
- Der Fassbinder oder Böttcher. Die Schäffler führen alle sieben Jahre den Schäfflertanz auf.
- Stadtsäckel
- Die symbolische Geldbörse der Stadt, die der Oberbürgermeister beim Geldbeutelwaschen stellvertretend für die Stadtkasse wäscht.
- Tändler
- Händler für Trödel und Gebrauchtwaren, prägend für den Tändlerbereich der Auer Dult.
- Watten
- Altbairisches Kartenspiel mit Zeichen und Bluff, soziales Wirtshausbrauchtum.
- Wiesn
- Mundartlicher Name des Oktoberfests, nach der Theresienwiese.
- Zuzeln
- Das Aussaugen der Weißwurst aus der Haut, die traditionelle Art, sie ohne Längsschnitt zu essen.
- Zwiefacher
- Volkstanz mit ständig wechselndem Takt zwischen Dreher und Walzer, auch beim Kocherlball getanzt.
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